Tag der Autonomie 2014

News 2015

Wildbachverbauung erhöht Hochwasserschutz am Hornergraben

Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost errichtet Rückhaltebecken und Sperren am Hornergraben in Vintl

VINTL (LPA). Der Hornergraben fließt auf dem Gebiet der Gemeinde Vintl orografisch rechts in die Rienz. Zuletzt vermurte der aus Terenten kommende Hornergraben nach Starkregen im August 2020 einen Teil des Dorfes. "Im Jahr darauf hat das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost mit den Sicherungsarbeiten begonnen. Die Arbeitsgruppe mit Vorarbeiter Martin Riml hat zunächst mehrere Konsolidierungssperren aus Stahlbeton oberhalb der neu geplanten Filtersperre errichtet. Aufgrund einer Verzögerung durch die erforderliche Verlegung bestehender Leitungen konnten die Wildbacharbeiter erst im Jahr 2022 mit der Errichtung der Filtersperre und des Rückhaltebeckens selbst beginnen", berichtet Amtsdirektor Sandro Gius.

Das von Caterina Ghiraldo geplante Rückhaltebecken hat ein Fassungsvermögen von 4000 Kubikmetern. Es ermöglicht die Ablagerung von Geschiebematerial oberhalb des besiedelten Gebietes, bevor das Wasser dann direkt unterhalb der Filtersperre in den verrohrten Abschnitt durch das Dorf eingeleitet wird. Damit wird einer Verklausung des dort angebrachten Rohreinlaufes möglichst vorgebeugt, auch wenn es dabei laut Bauleiter Martin Moser vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost niemals eine absolute Sicherheit geben kann. "Ein Rückbau des bestehenden Rohres in einen offenen Graben ist leider aufgrund der geschlossenen Siedlung heute kaum mehr möglich. Aufgabe der Gemeinde wird es sein, wenigstens das bestehende unterdimensionierte Rohr in absehbarer Zeit durch eine größere Rohrleitung zu ersetzen", fasst Bauleiter Moser zusammen. Ebenso wird an bestehenden und neu geplanten Gebäuden weiterhin die Notwendigkeit eines Objektschutzes gegen das Eindringen von Oberflächenwasser erforderlich bleiben.

Die talseitigen Böschungen des Rückhaltebeckens konnten aufgrund des geringen Platzangebotes nicht wie sonst üblich durch eine begrünte Materialschüttung verdeckt werden, sondern erhalten als Sichtfläche eine grobe Steinschichtung aus Zyklopen mit entsprechender Bepflanzung. Künftige Wartungsarbeiten am Becken sind durch die Errichtung eines entsprechenden Dienstweges gewährleistet.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in den kommenden Wochen abgeschlossen. In das Projekt mit drei Baulosen wurden insgesamt 1,14 Millionen Euro investiert.

mac


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