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„Gesundheitsoffensive“ vorgestellt: Effizienz, Qualität, Freundlichkeit sind die Schlagworte
LPA – Auf einer Pressekonferenz haben Landeshauptmann Luis Durnwalder, Gesundheitslandesrat Richard Theiner und führende Exponenten der vier Südtiroler Sanitätsbetriebe die Maßnahmen vorgestellt, mit denen das Gesundheitswesen qualitativ verbessert, kostensparender und leistungsfähiger gemacht werden soll. Mit der Errichtung von Departements, landesweit einmaligen Abteilungen und Kompetenzzentren sowie der Einführung von einheitlichen Betreungsstandards sollen die gesetzten Ziele erreicht werden.
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Landeshauptmann Luis Durnwalder wies zu Beginn der Vorstellung der geplanten Maßnahmen im Gesundheitswesen darauf hin, dass das Netz an Gesundheitseinrichtungen den gesellschaftspolitischen Zielsetzungen entspricht, die sich das Land gestellt habe. Um dieses System auch in Zukunft aufrecht zu erhalten, müsse es finanziell gesichert sein. Durnwalder: „Wenn wir dieses System im Sinne unserer Bürger erhalten wollen, dann müssen wir uns in erster Linie über die Finanzierbarkeit dieses Systems Gedanken machen. Die sieben Krankenhäuser und die territorialen Dienste müssen aufeinander abgestimmt sein, um ein Maximum an Kosten-Nutzen-Effekt zu erreichen. Wenn es uns nicht gelingt, dieses zentrale Anliegen umzusetzen, dann wird unser Südtiroler System mittel- oder langfristig nicht haltbar sein und deswegen müssen wir alle zusammen ohne Kompromisse in diese Zielrichtung arbeiten.“
Die klinische Reorganisation sieht zum einen die „Departementalisierung“ in Südtirols Krankenhäusern vor: Departements, die in den einzelnen Krankenhäuser bzw. zwischen mehreren Krankenhäusern geschaffen werden, sollen eine Effizienzsteigerung und ein besser als bisher abgestimmtes Gesamtsystem garantieren. Durch Departements soll mehr Integration beispielsweise zwischen Grundversorgungskrankenhäusern und Schwerpunktkrankenhäuser garantiert sein. Eine weitere Maßnahme ist die Einführung von Behandlungsprotokollen und Betreuungsstandards. Durch ein landesweit mit allen Ärzten gemeinsam festgelegtes Vorgehen bei bestimmten Krankheitsbildern kann eine einheitliche hohe Qualität in der medizinischen Versorgung garantiert werden. Ein dritter Punkt sieht die Einrichtung von landesweit einmaligen Abteilungen vor. Schließlich soll es in Südtirol zukünftig auch einige besonders spezialisierte Kompetenzzentren geben, die für ganz bestimmte Krankheitsbilder eine besonders hohe Qualifikation haben werden. Solche Zentren sollen im Wesentlichen die Konkurrenzfähigkeit des Südtiroler Sanitätswesens garantieren und in Südtirol die Behandlung gewisser komplexer Krankheitsbilder ermöglichen.
Landesrat Richard Theiner stellte das Reoganisationsprogramm unter das sinnbildhafte Motto: „Gesundheitsoffensive - Effizienz - Qualität - Freundlichkeit“. Dies, so Theiner, solle stets daran erinnern und auf den Punkt bringen, worum es bei der Modernisierung des Sanitätswesens gehe. Die Effizienz sei die Voraussetzung für die Erhaltung des Südtiroler Gesundheitswesens. „Effizienz bedeutet für mich in erster Linie, dass unsere 7 Krankenhäuser enger zusammenarbeiten müssen, sich besser koordinieren müssen, um eine optimale medizinische Versorgung zu garantieren und Synergien ausloten müssen, um eine Kosteneffizienz in allen Bereichen zu erreichen“, so Theiner. Zudem sei es oberste Zielsetzung der Politik und der Verwalter, dass in Südtirol landesweit eine einheitliche und höchtsmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung garantiert wird. Darüber hinaus ist dem Gesundheitslandesrat die Freundlichkeit ein großes Anliegen: Freundlichkeit sei eine Visitenkarte für jedes Haus.
Sanitätsdirektor Oswald Mayr vom Sanitätsbetrieb Bozen stellte die „Departementalisierung“ vor. Schließlich präsentierten Mayr, Andreas Fabi, Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Meran, Siegfried Gatscher, Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Brixen und Johann Willeit, Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Bruneck die Umsetzung der Departementalisierung in den jeweiligen Sanitätsbetrieben vor.
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Landesrat Richard Theiner und Landeshauptmann Luis Durnwalder stellten die Gesundheitsreform vor. FOTO: LPA/Pertl.