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LR Widmann: "Keine Kompromissbereitschaft von Seiten der Gewerkschaft"
(LPA) Nicht unkommentiert will Personal-Landesrat Thomas Widmann die jüngsten Angriffe der Gewerkschaft der Landesbediensteten (GS) lassen, denen heute in Südtiroler Medien breiter Raum gewidmet wird. Die Polemik rund um die Verhandlungen über die Kollektivverträge sei unverständlich, so Widmann: "Bekanntlich braucht es für die Unterzeichnung von Verträgen immer das Einvernehmen aller betroffenen Parteien", erklärt der Landesrat, der kaum Kompromissbereitschaft von Seiten der Gewerkschaften erkennen kann.
Die Verwaltung sitze seit vielen Monaten mit den Gewerkschaften am Verhandlungstisch, könne aber nicht alle erhobenen Forderungen positiv erledigen. "Die verfügbaren öffentlichen Gelder stehen nun einmal nicht nur einer Zielgruppe zu", so Widmann heute. "Dass die Verhandlungen nicht mehr vom Fleck zu kommen scheinen, wird wohl auch darauf zurückzuführen sein, dass die Gewerkschaften wenig bis gar keine Kompromissbereitschaft zeigen", erklärt der Personal-Landesrat.Zur Polemik rund um die geplante Agentur für Vertragsverhandlungen stellt Landesrat Widmann klar, dass diese auf der Grundlage eines Landesgesetzes zu errichten sei. Ein erster Entwurf war bereits Teil des Finanzgesetzes zum Nachtragshaushalt gewesen, damals aber ausgegliedert worden, um als eigener Landesgesetz-Entwurf eingebracht zu werden. Der Entwurf stehe bereits auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung der Landesregierung, die am Montag, 30. August, über die Bühne gehen wird.
"Die inhaltliche, technische und personelle Ausstattung der Agentur wird selbstverständlich so sein, dass sie effizient arbeiten kann", bestätigt der Landesrat. "Die Behauptung der Gewerkschaft, dass die Agentur keine Daten verlangen könne, ist eine böswillige und durch nichts erwiesene Unterstellung", stellt Widmann weiters klar. Er sei in jedem Fall zuversichtlich, dass im Herbst die Verhandlungen zu allen anstehenden Themen wieder aufgenommen und im Geiste einer fruchtbaren Zusammenarbeit fortgeführt würden.
chr