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Via Claudia Augusta: Archäologietagung in Neumarkt
LPA - Die alte römische Kaiserstraße "Via Claudia Augusta" und die jüngsten archäologischen Erkenntnisse über diese "Autobahn der Antike" stehen am Freitag, 24. September 2004, im Mittelpunkt einer Tagung, zu der sich auf Einladung des Südtiroler Landesamtes für Bodendenkmäler Archäologen und Fachleute aus verschiedenen Alpenländern in Neumarkt treffen.
Zu neuem Leben soll die fast zweitausend Jahre alte und 517 Kilometer lange römische Straße über die Alpen, die Via Claudia Augusta, erwachen. Daran arbeiten mehrere europäische Regionen im Rahmen eines Interreg-Projektes. Auch Südtirol beteiligt sich an diesem Projekt, das die Wiederbelebung der römischen Kaiserstraße als Kulturmeile zum Ziel hat. Dabei kommt der archäologischen Forschung um die Via Claudia besondere Bedeutung zu. Das Amt für Bodendenkmäler in der Landesabteilung Denkmalpflege veranstaltetam Freitag, 24. September 2004
mit Beginn um 8.30 Uhr
im Pfarrsaal von Neumarkt
Die Straßenverbindung zwischen dem bayrischen Donauraum und der Adria, und zwar dem römischen Hafen Altinum, war im Jahre 46 n. Chr. von Kaiser Claudius erbaut worden. Claudius bediente sich der Trasse, die sein Vater Drusus 61 Jahre zuvor im Jahre 15 v. Chr. für den großen Feldzug über die Alpen benutzt hatte. Er baute die Straße aus und festigte sie. Er schuf damit die erste Straßenverbindung zwischen Adria und Donau - eine Voraussetzung für Kontakte und einen Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturräumen. In Südtirol verlief die Straße durch das Unterland und den Vinschgau.
jw