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Österreichischer Geologenpreis geht an den Südtiroler Lorenz Keim
LPA - Den im Landesamt für Geologie tätige Geologe Lorenz Keim wird die Österreichische Geologische Gesellschaft ÖGG am 24. September 2004 mit dem Otto-Ampferer-Preis auszeichnen. Keim ist der erste Südtiroler, dem dieser Preis zugesprochen wird. Anerkannt wird damit die Dissertation des jungen Geologen, die dem Wachstum und Absterben der fossilen Triasriffe der Dolomiten gewidmet ist.
Der renommierte Otto-Ampferer-Preis der Österreichischen Geologischen Gesellschaft (ÖGG) geht dieses Jahr an den Südtiroler Geologen Lorenz Keim, der derzeit als Projektangestellter im Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung (Kardaun) arbeitet und gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern des Amtes die geologischen Landesaufnahme leitet.Die Verleihung findet im Rahmen der PANGEO-Tagung am 24. September 2004 in Graz statt. Der Otto Ampferer-Preis wird alle zwei Jahre an je zwei junge Mitglieder der ÖGG verliehen. Die Auszeichnung wird für wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der Geowissenschaften (Geologie, Paläontologie, Petrologie) verliehen, die in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und von einer Fachjury der ÖGG als besonders bahnbrechend befunden wurden.
Lorenz Keim befasste sich im Rahmen einer Dissertation an den Universitäten Innsbruck und Amsterdam mit dem Wachstum und Absterben der fossilen Triasriffe der Dolomiten. Das Hauptinteresse seiner Untersuchungen galt dem Atoll-ähnlichem Sellastock sowie dem Gebiet am Fuße des Hl. Kreuzkofel. Der junge Geologe stammt aus Pflersch. ist verheiratet und lebt in Oberrasen. Er ist der erste Südtiroler Geologe, welcher mit diesem Preis ausgezeichnet wird.
Der Namensgeber des Preises, Otto Ampferer (1875–1947) aus Innsbruck, war Geologe und Alpinist und gilt als Schöpfer der Gebirgsbildungstheorie durch die so genannte „Unterströmung“. Er war der Fachwelt weit voraus und gilt als Wegbereiter der neuen, globalen Gebirgsbildungstheorie, der Plattentektonik.
jw