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LRin Gnecchi trifft die Vertreter der Postgewerkschaften

LPA - Die Situation des Postdiensts in Südtirol stand am heutigen Mittwochvormittag im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Arbeitslandesrätin Luisa Gnecchi und Abteilungsdirektor Helmuth Sinn und den Vertretern der Postgewerkschaften. Die Gewerkschaftsvertreter kritisierten vor allem, dass die 2003 getroffene Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem Land und der italienischen Postgesellschaft „Società Poste Italiane Spa“ nicht erfüllt werde.

LRin Gnecchi im Gespräch mit den Vertretern der Gewerkschaften (Foto: LPA/Bettina Ravanelli)
Die Vertreter der Postgewerkschaften haben heute gegenüber Landesrätin Gnecchi ihren Unmut über die derzeitige Situation im Postdienst geäußert. Die Liste der Probleme, die die Gewerkschaftsvertreter vorbrachten, ist lang: Die Arbeitsbelastung hätte zugenommen, der Stellenplan sei gekürzt worden, die Ämter in der Hauptstadt und im Landesgebiet würden immer weniger, es gäbe zu wenig Investitionen in neue Geräte und es fehle an Berufsausbildungsmöglichkeiten für die Bediensteten, bemängelten die Gewerkschaftsvertreter. Außerdem würden die Abmachungen in Sachen Autonomiestatut nicht eingehalten und die Zweisprachigkeit nicht entlohnt, sagten die Postgewerkschaftsvertreter.
Nach Ansicht der Gewerkschaftsvertreter werde die „Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Provinz Bozen und der italienischen Postgesellschaft ´Società Poste Italiane Spa` betreffend die Tätigkeit auf dem Gebiet der Filiale Bozen“ nicht eingehalten. Diese Vereinbarung wurde am 25. Juli 2003 von den Verantwortlichen des Gemeindenverbands (Franz Alber), von der italienischen Postgesellschaft (Raffaele Galliano und Ferdinand Unterkircher) sowie von Landeshauptmann Luis Durnwalder unterzeichnet.
Es seien laut den Postgewerkschaftlern nur jene Teile des Übereinkommens umgesetzt worden, welche der Postgesellschaft einen Vorteil brächten. Hinsichtlich der Verbesserung des Dienstes, der Modernisierung der Geräte und einer besseren Abdeckung des Gebiets oder zur Anerkennung der Zweisprachigkeit hätte sich nichts getan.
Das Land habe bisher seine Bereitschaft zugesichert, bei Problemen in Zusammenhang mit qualifiziertem Personal zu helfen und die Anpassung der provisorischen Arbeitsverträge zu erleichtern, betonte Landesrätin Gnecchi gegenüber den Gewerkschaftsvertretern. Landeshauptmann Durnwalder habe seinerseits dem italienischen Kommunikationsminister Maurizio Gasparri die Probleme im Bereich Postdienst in einem Brief geschildert. Das Landesarbeitsressort werde nun im Detail abklären, ob die Vereinbarungen vom Juli vergangenen Jahres in allen Punkten eingehalten wurden, sagte Gnecchi. Auf alle Fälle, werde das Land den Postdienst und die damit zusammenhängenden Probleme weiterhin im Auge behalten, versicherte die Arbeitslandesrätin gegenüber Anton von Hartungen und Mauzizio Cultaro vom SGB/CISL, Anotnio Poddesu und Alfred Ebner vom AGB/CGIL, Christian Troger und Danilo Tomasini vom SGK/UIL sowie Gottfried von Dellemann und Alfred Moser vom ASGB.

SAN

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