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Bekämpfung seltener Krankheiten: LR Theiner unterzeichnet Abkommen
(LPA) Seltene Krankheiten sollen in Zukunft verstärkt bekämpft werden. Grundlage dafür ist ein Abkommen zwischen Südtirol, dem Trentino sowie den Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien, das eine engere Zusammenarbeit und einen intensiven Austausch von entsprechenden Daten vorsieht. Auch die Kompetenzzentren zur Behandlung der Krankheiten werden in dem Papier festgelegt. Gesundheitslandesrat Richard Theiner hat das Abkommen heute unterzeichnet.
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Diesem Ziel einen weiteren Schritt näher zu kommen, ist Zweck des heute von Landesrat Theiner unterzeichneten Kooperationsabkommens. Es geht darin vor allem um eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen in den beteiligten Ländern bei der Beobachtung, Erforschung und der Behandlung der seltenen Krankheiten. Und nicht zuletzt auch um die Festlegung der Kompetenzzentren zur Diagnose und Behandlung der Krankheiten.
Konkret hat man sich drei Ziele gesteckt: Zunächst geht es um die Ausarbeitung gemeinsamer Kriterien, die eine Diagnose und die folgende Behandlung seltener Krankheiten erleichtern soll. Angestrebt wird daneben eine möglichst einheitliche Behandlung der betroffenen Patienten in den beteiligten Ländern, und zwar medizinisch genauso wie sozial, etwa wenn es um finanzielle Leistungen geht. Drittes Ziel ist schließlich der Aufbau eines gemeinsamen Beobachtungssystems, um Ungleichheiten in der Behandlung zu beseitigen.
Über die praktische Umsetzung des Abkommens wird eine Arbeitsgruppe wachen, die aus Experten aller beteiligten Länder bestehen und die die Arbeiten in den verschiedenen Bereichen koordinieren wird. Südtirol ist darin durch Karl Kob und Claudio Castellan vertreten. Erwogen wird im Übrigen, das Abkommen auch auf österreichische Bundesländer und den Freistaat Bayern auszuweiten.
Das heute von Landesrat Richard Theiner unterzeichnete Abkommen ist der zweite große Schritt in Richtung einer verstärkten Konzentration auf die seltenen Krankheiten. Der erste war jener, Patienten mit seltenen Krankheiten von der Bezahlung des Tickets zu befreien und so finanziell zu entlasten.
chr