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Israelische Landwirtschaftsexperten bei LR Berger

(LPA) Besuch von einer Delegation israelischer Landwirtschaftsexperten hat heute (25. Oktober)Landwirtschafts-Landesrat Hans Berger erhalten. Die Israelis interessierten sich vor allem für die Milchwirtschaft, das Milchquotensystem und die Verwaltung der Quoten, zu denen der Landesrat Rede und Antwort stand.

Israels Milchwirtschaftsexperten informieren sich bei LR Berger
Angeführt vom Generaldirektor des israelischen Landwirtschaftsministerium, Meir Brawn, weilt derzeit eine vierköpfige Delegation aus Israel in Südtirol, um sich ein Bild von der hiesigen Milchwirtschaft und deren Verwaltung zu machen. "Interessiert zeigten sich die Israelis vor allem an der Milchquotenregelung und deren Verwaltung durch die Landesabteilung Landwirtschaft", erklärt Landesrat Berger. Dies vor allem auch, weil Israel seit jeher mit einer Überproduktion an Milch zu kämpfen hat.

"Die Delegation konnte einen Überblick über die Verwaltung der Quoten in Südtirol, über die anfallende Arbeit, die Stärken und Schwächen unseres Systems gewinnen und hat sich weitgehend beeindruckt von unserer Arbeit gezeigt", so Berger. Klar sei, dass solche Systeme nicht eins zu eins übertragen werden könnten. "Schließlich herrscht in Israels Milchwirtschaft eine ganz andere Ausgangssituation: zwar gibt es auch dort Klein- und Kleinstbetriebe, auf der anderen Seite aber auch Mammutbetriebe mit 1000 und mehr Stück Vieh", so Berger. Dazu komme das Problem, dass Israel auch in der Landwirtschaftspolitik und -verwaltung weitgehend zentralistisch organisiert ist, den lokalen Realitäten also kaum Freiraum lässt.

Beeindruckt zeigten sich die israelischen Landwirtschaftsexperten - neben dem Vertreter des Ministeriums auch die Direktoren des Tierzucht- und des Milchwirtschaftsverbandes - von der strikten Durchsetzung des Flächenbezuges in Südtirols Milchwirtschaft, also des Prinzips, dass Quoten nur aufgrund des Nachweises entsprechender Futterflächen zugewiesen werden. "In Israel, so hat es mir die Delegation geschildert, spiele der Umweltaspekt noch eine untergeordnete Rolle, der Flächenbezug sei derzeit nicht durchzusetzen", so Landesrat Berger.

Neben der Begegnung mit dem Landesrat stand ein Besuch im Institut für Tierseuchenbekämpfung in Bozen auf dem Besuchsprogramm der Gäste aus Israel, die sich vom Institut und der darin gemachten Arbeit begeistert zeigten. Heute nachmittag geht es in Begleitung von Mitarbeitern von Landesrat Berger auf den Ritten, wo sich die Israelis ein Bild von der landwirtschaftlichen Praxis in Südtirol machen können.

chr

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