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Ausschreibung für bessere Verkehrsführung am Virgl veröffentlicht

Machbarkeit für Umgestaltung des Verkehrs am Virgl auf Ausschreibungsportal publiziert – Angebote bis 6. Mai abgeben

BOZEN (LPA). Das Land treibt die Verkehrsplanung in Bozen voran: Über das Ausschreibungsportal AOV wurde heute, 28. März, das Projekt über die technisch-wirtschaftliche Machbarkeit für die Umgestaltung des Straßennetzes im Gebiet Virgl mit Aufwertung der Brennerstaatsstraße veröffentlicht. Die Nettoausschreibungssumme beträgt inklusive zwei Optionen rund 2,8 Millionen Euro. Die erste Option beinhaltet die Ausführungsplanung und Sicherheitskoordination in der Planungsphase und die zweite Option die Bauleitung und Sicherheitskoordination in der Ausführungsphase.

Ziel des Projekts ist es, den Verkehrsfluss im Stadtbereich Virgl zu optimieren und die Anbindung an die Stadt zu verbessern. Bis zum 6. Mai 2025 können nun Angebote abgeben werden. "Die zweite Röhre des Virgltunnels gehört zu den verkehrstechnisch wichtigsten Vorhaben der Agenda Bozen. Damit kann dieses Nadelöhr beseitigt und der Verkehr in diesem Bereich entzerrt werden", betont Mobilitäts- und Infrastrukturenlandesrat Daniel Alfreider.

Das Projekt sieht vor, den bestehenden Virgl-Tunnels in eine zweispurige Röhre umzuwandeln, und zwar mit Einbahnverkehr in Richtung Brenner. Zudem soll ein neuer paralleler Tunnel mit zwei Fahrspuren und Einbahnverkehr in Richtung Trient entstehen. Im Osten wird der neue Tunnel an die bestehende Brennerstaatsstraße an der Kreuzung mit Untervirgl angeschlossen, während die westliche Anbindung über die Uferstraße beim St.-Gertraud-Weg verläuft. Der neue Virgl-Tunnel wird etwa 680 Meter lang. Mit Ausnahme der beiden Portale wird der Tunnel in bergmännischer, geschlossener Bauweise gebaut. Die Portalbereiche werden hingegen in offener Bauweise errichtet.

Die Fahrbahn besteht aus zwei Fahrspuren mit jeweils 3,5 Metern Breite, zwei Randstreifen von 0,50 Metern und zwei Gehsteige von 0,85 Metern. Etwa in der Mitte der Strecke ist ein Fluchtweg vorgesehen, der die neue Tunnelröhre mit dem bestehenden Tunnel verbindet. Zudem wird der Tunnel mit allen technischen Anlagen gemäß den Sicherheitsanforderungen ausgestattet.

Für die östliche Anbindung an die Brennerstaatsstraße ist ein verbreiterter Straßenabschnitt vorgesehen, der zwei Fahrspuren pro Richtung ermöglicht. Im Westen wird die Verbindung über einen offenen Abschnitt und eine künstliche Tunnelröhre mit rechteckigem Querschnitt hergestellt, um die Bahnlinie zu unterqueren. Die dafür notwendige Vorarbeit wird im Rahmen des geplanten Eisenbahntunnels umgesetzt. Insgesamt soll die Umgestaltung am Virgl mit doppelter Tunnelröhre laut derzeitigen Berechnungen rund 30 Millionen Euro (Arbeiten und Summen zur Verfügung der Verwaltung) kosten, heißt es aus dem Mobilitätsressort.

LPA/san