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Steinschlagschutzwall in Branzoll bewährt sich bei Felsabgang
Geplante Schutzmaßnahme zeigt Wirkung: Ein rund 20 Kubikmeter großer Felsblock wurde am 1. April in Branzoll gestoppt – Ohne den vom Land gebauten Schutzwall wäre der Stein auf der Straße gelandet
BRANZOLL (LPA). Die Investitionen des Landes in die Infrastruktur machen sich bezahlt: Am Dienstag, 1. April, kam es am Vormittag in der Südzone von Branzoll zu einem Felssturz. Ein Gesteinsblock mit einem geschätzten Volumen von 20 Kubikmeter löste sich vom Hang. Dank des errichteten Steinschlagschutzwalls konnte er jedoch vollständig gestoppt werden. Es gab weder Verletzte noch Sachschäden.
Der Schutzwall ist Teil eines Sicherungsprojekts für die künftige Gemeindestraße und bietet zudem Schutz für den derzeitigen Baustellenbereich. Die 225 Meter lange und 4 Meter hohe Sicherungsvorrichtung war bereits in der Bauausführungsphase vorgesehen, vor allem auch zum Schutz der umgeleiteten Brennerstaatsstraße. "Dieser Vorfall zeigt eindrucksvoll, wie wichtig präventive Maßnahmen im Infrastrukturbereich sind", betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. "Sicherheit steht für uns an erster Stelle – durch gezielte Investitionen in Schutzbauten können wir Menschen und Verkehrswege nachhaltig schützen."
Der geologische Dienst des Landes wurde umgehend informiert und eine genaue Analyse der Situation veranlasst. Für Donnerstag, 3. April, ist ein Lokalaugenschein vorgesehen, gegebenenfalls auch mit einer Hubschrauberbefliegung.
"Wäre der Schutzwall nicht vorhanden gewesen, hätte der Felsblock die viel befahrene Reichsstraße in Branzoll erreichen können – mit potenziell gravierenden Folgen für Menschen und Infrastruktur", erklärt der Direktor der Landesabteilung Tiefbau Umberto Simone und verweist auf die Bedeutung vorausschauender Planung. Der Schutzwall war 2023 bis 2024 im Zuge der Arbeiten für die neue Umfahrung von Branzoll unter der Regie der Landesabteilung Tiefbau errichtet worden.
LPA/san