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Messner in Rom: Kooperation mit Universität Cattolica wird ausgebaut

Treffen zwischen Landesrat Messner und Vertretern des Südtiroler Sanitätsbetriebs und der Universität Cattolica in Rom – Zusammenarbeit bei praktischer medizinischer Ausbildung wird ausgebaut

ROM (LPA). Für den neuen Medizinstudiengang in Bozen wird die Lehrkooperation zwischen dem Südtiroler Sanitätsbetrieb und der Universität Cattolica weiter verstärkt. Der Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit Hubert Messner traf sich dazu gemeinsam mit der Führungsspitze und mehreren Primarinnen und Primaren des Sanitätsbetriebs am 28. Jänner in Rom mit Verantwortlichen des medizinischen Fachbereichs der Università Cattolica del Sacro Cuore zur ersten Kick-off-Veranstaltung.

Ziel war es, den persönlichen Austausch zwischen den Referentinnen und Referenten der klinischen Fachgebiete zu starten und die Grundlage für die Umsetzung der Kooperation auf dem Gebiet der Lehre zu legen. Welche Unterrichtsbereiche künftig von Primarinnen, Primaren oder Mitarbeitenden des Sanitätsbetriebs übernommen werden können, war ein wichtiges Thema. Zentrale Aspekte der klinischen Ausbildung vom dritten bis zum sechsten Studienjahr wurden besprochen. Diskutiert wurde über die Organisation der klinischen Vorlesungen und der "Professional Trainings" im Krankenhausnetz des Sanitätsbetriebes. Auch die Aufgaben der Ordinarien und der Primarinnen und Primare sowie ihrer Teams wurden definiert. Ein Schwerpunkt lag auf den klinischen Fächern und der direkten Betreuung der Studierenden in den Abteilungen.

Landesrat Messner betonte: "Die enge Verbindung zwischen universitärer Lehre und unserer klinischen Praxis ist entscheidend, um den medizinischen Nachwuchs bestmöglich auszubilden. Diese Zusammenarbeit schafft klare Strukturen, stärkt die Ausbildungsqualität und verbindet Wissenschaft und Versorgung." Auch der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Christian Kofler unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit sowohl für den Sanitätsbetrieb als auch für künftige Medizinerinnen und Mediziner. Über eine hochwertige Ausbildung in Südtirol zu verfügen, sei ein entscheidender Vorteil für alle Beteiligten, insbesondere auch für die jungen Studierenden.

Alessandro Sgambato, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Cattolica, betonte, dass diese erste Kooperation bei der didaktischen Organisation und der beruflichen Ausbildung nur der erste Schritt einer Zusammenarbeit sei, die in Zukunft auch auf den wissenschaftlichen und den pflegerischen Bereich ausgedehnt werden solle. Bislang stößt der Kurs bei den Studierenden auf positive Resonanz, und es gelte, weiter auf exzellente Lehre für eine ganzheitliche Ausbildung der Studierenden unter Wahrung universitärer Werte hinzuarbeiten.

Beim Treffen wurden nächsten Schritte festgelegt: Bis Ende März 2026 werden die Rollen und Aufgaben der Ordinarien der Universität Cattolica und der Referenzprimare des Sanitätsbetriebs für die klinischen Fächer des ersten Semesters im dritten Studienjahr abgestimmt. Für das zweite Semester erfolgt die Abstimmung bis Ende Juni 2026. Zusätzlich werden moderierte Arbeitsgruppen und regelmäßige Team-Meetings eingerichtet, um einen kontinuierlichen Austausch zu sichern. Die Universität Cattolica wird Mitarbeitende des Sanitätsbetriebs als Vertragsdozentinnen und Vertragsdozenten für die Lehrveranstaltungen des dritten Studienjahres beauftragen und so die Zusammenarbeit organisatorisch festigen.

LPA/red/san