Aktuelles

Landesregierung im Pustertal (3/5): Ausbau der Gesundheitsversorgung

Bei Sondersitzung mit den Pusterer Bürgermeistern in Bruneck bekräftigt Landesregierung substanzielle Investitionen in Krankenhäuser Bruneck und Innichen und den Ausbau wohnortnaher Gesundheitsdienste

BRUNECK (LPA). Mit den Bürgermeistern des Pustertals und dem Bezirksgemeinschaftspräsidenten ist die Landesregierung am 31. März in Bruneck zur Halbzeit der Legislatur zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Eines der Hauptthemen war die Gesundheitsversorgung im Tal. "Wir haben in Südtirol ein Krankenhaus mit sieben Standorten, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen, um gute Gesundheitsdienste anzubieten", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Der Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal Robert Alexander Steger betonte: "Uns ist es wichtig, die Gesundheitsversorgung im Pustertal nachhaltig und bedarfsgerecht zu sichern."

172 Millionen Euro für die Krankenhäuser Bruneck und Innichen

Wie konkret dieser gemeinsame Anspruch ist, zeigt sich an den umfangreichen Arbeiten im Gesundheitsbereich im Pustertal. Insgesamt flossen und fließen im 15-Jahreszeitraum 2014-2029 über 172 Millionen Euro an Investitionen in die Krankenhausbauten Bruneck und Innichen. Auf Um- und Neubauten am Krankenhaus Bruneck entfallen 117,5 Millionen Euro, auf Investitionen für das Krankenhaus Innichen hingegen 15 Millionen Euro. Hinzu kommen rund 40 Millionen Euro für Sanierungen und Instandhaltungsarbeiten in beiden Häusern, die seit 2014 vorgenommen wurden bzw. bis 2029 noch eingeplant sind. "Diese Investitionen sind ein starkes Versprechen an die Menschen im Pustertal. Bruneck und Innichen sind und bleiben moderne Gesundheitsstandorte mit sicheren Strukturen, in denen Patientinnen und Patienten gut betreut werden", unterstrich Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Die Mittel würden in neue Baulichkeiten und Ausstattung von OP-Bereichen, moderne Diagnostik, verbesserte Notaufnahmen und mehr Sicherheit fließen, die den Alltag von Patienten und Personal erleichtern, sagte Messner.

Zwei Gemeinschaftshäuser öffnen noch 2026 

Parallel zu den Krankenhäusern werden besonders auch die wohnortnahen Dienste weiterentwickelt. Die im Pustertal neu entstehenden Gemeinschaftshäuser in Bruneck und Innichen bündeln Gesundheits- und Sozialdienste unter einem Dach. Dort arbeiten Ärztinnen, Pflegekräfte, Therapeuten und Sozialdienste eng zusammen. Bürgerinnen und Bürger finden an einem Ort Beratung, Diagnostik, Behandlungen, Therapien - vor allem für chronische Krankheiten - und ein Ambulatorium für kleinere Notfälle. Im Hochpustertal wird der Sprengelsitz Innichen zum Gemeinschaftshaus ausgebaut, das ab Sommer 2026 die Versorgung in den Gemeinden rund um Innichen stärkt. In Bruneck entsteht ein Gemeinschaftshaus, das auch die bereits operative wohnortnahe Einsatzzentrale beherbergen wird. Im Herbst 2026 soll das Gemeinschaftshaus in Betrieb gehen. Es ist dann an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr geöffnet und soll ein wichtiger Versorgungsknotenpunkt für den Bezirk sein.

Weiterenwicklung von Strukturen 

Das Michael-Pacher-Haus in Bruneck soll abgerissen und wieder aufgebaut werden. Darin sollen der zentrale Sitz der Bezirksgemsinschaft Pustertal und der neue Sitz des Sozialsprengels Platz finden. Für diese Vermögensaufwertung werden laut Hochbaua- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi vom Land rund 46 Millionen Euro investiert.

Das Land hat außerdem im Herbst 2025 genehmigt, das Josefsheim in Außerragen in Bruneck, das eine Fläche von 2160 Quadratmeter umfasst, kostenlos abzutreten. Das Josefsheim beherbergt derzeit ein Tageszentrum und eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus sowie eine Beschäftigungswerkstatt. Künftig soll die Struktur weitere sozial- und gesundheitsbezogene Dienste aufnehmen, darunter ein Tageszentrum für Menschen mit Demenz und eine Rehabilitationswerkstatt. Dadurch soll das Angebot an Betreuung und Inklusion im Pustertal erweitert werden.

Ebenfalls unentgeltlich zugunsten der Bezirksgemeinschaft Pustertal vom Land übertragen wird das ehemalige Schülerheim Waldheim in Bruneck. Das Land stellt für dessen Renovierung zusätzlich 10 Millionen Euro bereit. Über ein Pilotprojekt sollen 6 langfristigen Wohneinheiten geschaffen werden, in denen Menschen mit schwerem Autismus eine tägliche Betreuung rund um die Uhr (24 Stunden, 7 Tage die Woche) erhalten, erklärte Landesrat Bianchi. Außerdem seien ein Bett für vorübergehende Aufnahmen sowie ein Bett für dringende Aufnahmen vorgesehen.

LPA/san