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Südtirol Guest Pass im Deutschen Bundestag vorgestellt
Südtirol präsentiert im Tourismusausschuss des Bundestages den Guest Pass als Erfolgsmodell für nachhaltige Mobilität und Einnahmensicherung im Tourismus
BOZEN/BERLIN (LPA). Der Ausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages hat sich am 15. April bei der Anhörung über „Klimaresiliente Tourismusdestinationen in Deutschland“ befasst. Dabei durfte das Ressort für Infrastruktur und Mobilität des Landes Südtirol den Südtirol Guest Pass als internationales Best-Practice-Beispiel vorstellen.
Ressortdirektor Martin Vallazza präsentierte das Modell als wirksames Instrument zur Förderung nachhaltiger Mobilität in enger Synergie mit dem Tourismus. Der Guest Pass, der über eine individuelle Abgabe jedes Gastes, unabhängig davon, ob er die Öffis tatsächlich nutzt, finanziert wird, spült jährlich über 20 Millionen Euro in die Kassen der öffentlichen Mobilität in Südtirol. Besprochen wurde die Verlagerung des Verkehrs zum öffentlichen Personennahverkehr sowie die Übertragbarkeit des Guest-Pass-Modells auf andere Regionen wie etwa dem Land Berlin.
„Diese Einladung zeigt, dass das große Interesse am Südtirol Guest Pass weiter wächst. Vor allem die positiven Auswirkungen auf die Nutzung des öffentlichen Verkehrs, die generierten Einnahmen sowie unsere Anstrengungen für eine nachhaltige An- und Abreise der Gäste stoßen auch über die Landesgrenzen hinaus auf große Aufmerksamkeit“, betonte Vallazza.
Der Bundestagsausschuss hatte als Sachverständige zudem Prof. Martin Balas (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Sebastian Gries (Geschäftsführer Tourismusverband Ostallgäu e.V.), Prof. Jürgen Schmude (Ludwig-Maximilians-Universität München) sowie Jens Weißflog („Jens Weißflog Appartementhotels“ in Oberwiesenthal) eingeladen.
Landesrat Daniel Alfreider freute sich über das internationale Interesse an der Südtiroler Initiative: „Unser Ziel bleibt es, allen Menschen einen möglichst hochwertigen öffentlichen Nahverkehr zu bieten – dabei leisten die Einnahmen aus dem Südtirol Guest Pass einen wesentlichen Beitrag.“
Prof. Dr. Schmude unterstrich die Bedeutung qualitativ hochwertiger und leistungsfähiger Bahnverbindungen, damit Gäste bevorzugt mit dem Zug reisen.
„Auch in diesem Bereich sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte Alfreider weiter. „Gemeinsam mit Trenitalia, der Deutschen Bahn sowie unseren Partnern in den Verkehrsministerien in Bayern, Rom und Berlin arbeiten wir daran, dass die neuen Freccia-Verbindungen Mailand–München sowie Rom–München zeitnah realisiert werden können.“
Erst vor wenigen Tagen war eine Delegation des Niedersächsischen Landtages zu Gast in Bozen. Auch bei diesem Besuch waren die Themen öffentliche Mobilität, Erreichbarkeit Südtirols sowie der Südtirol Guest Pass vorgestellt worden. Das Modell stieß dabei auf großes Interesse bei den Abgeordneten.
LPA/red/pio


