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Pflegeeinstufung: Demenzdiagnose berechtigt zu Pflegegeld
Menschen mit Demenzdiagnose erhalten Pflegegeld ohne zusätzliche Einstufung – Ausgaben für das Pflegegeld im Jahr 2025 bei 314,2 Millionen Euro
BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat am 24. April auf Vorschlag von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer einen Beschluss gefasst, um die Wartezeiten bei der Pflegeeinstufung weiter abzubauen.
Menschen, die zu Hause oder in einem Seniorenwohnheim, gepflegt werden, haben Anspruch auf das Pflegegeld. Im Jahr 2025 wurden dafür insgesamt über 314,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, diese kamen fast 16.000 Menschen zugute, wobei der Großteil zu Hause gepflegt wird. Damit die Wartezeiten, die es derzeit bei der Pflegeeinstufung gibt, weiter abgebaut werden, wurde ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Ein wesentlicher Punkt dabei ist ein vereinfachter Zugang zum Pflegegeld für Menschen mit einer Demenzdiagnose. Dies betreffe jährlich rund 1200 bis 1300 Menschen, bei denen laut Daten des Südtiroler Sanitätsbetriebes Demenz diagnostiziert werde. Den entsprechenden Beschluss hat die Landesregierung am 24. April auf Vorschlag von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer gefasst.
"Es gibt lange Wartezeiten, je nach Bezirk von 4 bis 11 Monaten. Allerdings ist der Abbau der langen Wartzeiten etwas, wo die Erfolge nicht von heute auf morgen zu sehen sind. Seit der Erarbeitung des Maßnahmenpakets ist bereits einiges passiert, aber es ist noch ein langer, intensiver Weg, den wir konsequent und mit intensiver Arbeit weitergehen", hob Landesrätin Pamer bei der Vorstellung des Beschlusses hervor.
"Nachdem bereits in einer der Südtiroler Memorykliniken eine umfassende Bewertung des Gesundheitszustandes erfolgt ist, entfällt damit die Einstufung durch unsere Teams. Für den Antrag auf das Pflegegeld reicht es künftig, das ärztliche Zeugnis der Memoryklinik anzufügen", erklärte Pasquale Basile, Direktor des Amtes für Pflegeeinstufung. Diese Regelung gilt auch für bereits eingereichte Anträge, bei denen die Pflegeeinstufung noch nicht durchgeführt wurde und bei denen die Demenzdiagnose nach dem 1. Oktober 2025 attestiert wurde. Außerdem laufen die Bemühungen zusätzliche Einstufungsteams zu besetzen sowie die Pflegeeinstufung vor Ort durch weitere Räumlichkeiten auszubauen. Diesbezüglich war hat Landesrätin Pamer am 23. April die neuen Räume in Neumarkt besichtigt, in denen bereits Pflegeeinstufungen durchgeführt werden.
LPA/ck


