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Brennerbasistunnel: LH Durnwalder trifft Eisacktaler Bürgermeister
(LPA) Um die speziellen Interessen des Eisacktals im Zusammenhang mit dem Bau des Brennerbasistunnels (BBT) ging es heute (14. Februar) in einer Aussprache von Landeshauptmann Luis Durnwalder mit den Bürgermeistern der Gemeinden im Eisacktal. Dabei hat der Landeshauptmann versichert, dass man sowohl beim Bau als auch beim Betrieb des BBT die Anliegen der Bevölkerung bestmöglich berücksichtigen werde.
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Die Bürgermeister haben heute indes beim Landeshauptmann ihre Forderung deponiert, dass Bürger und Verwaltungen des Eisacktals in die Planung und den Bau des BBT gebührend einbezogen werden müssten. Dies um sicherzustellen, dass die Belastung der Bevölkerung vor allem in der Phase des Baus des Tunnels so gering wie möglich gehalten werden könne. "Ich habe den Bürgermeistern heute zugesagt, dass wir bei der Einrichtung der Baustellen auf diesen - genauso wie auf den Umweltaspekt - besonderen Wert legen werden", so der Landeshauptmann, der als Beispiele den Transport des Abbaumaterials auf Förderbändern, die Einhausung von Lärmquellen und die Vermeidung von Staubemissionen nennt.
Eine weitere Forderung der Bürgermeister betrifft den Ausbau der Zulaufstrecken, vor allem der Zulaufstrecke Süd im Abschnitt zwischen Franzensfeste und Waidbruck. Dieser solle so bald als möglich in Angriff genommen werden und möglichst zeitgleich mit der Realisierung des BBT erfolgen, da der Tunnel ansonsten nach dessen Fertigstellung nicht voll genutzt werden könne. "Unsere Bemühungen bei den zuständigen Stellen laufen auf die parallele Verwirklichung von Tunnel und Zulaufstrecke Süd hinaus", versicherte der Landeshauptmann heute. Allerdings seien bei den entsprechenden Verhandlungen noch einige Detailfragen zu klären.
Klare Vorstellungen haben die Eisacktaler auch für den Anschluss des BBT an den bestehenden Schlerntunnel bei Waidbruck. "Die Bürgermeister fordern einen direkten, sprich: unterirdischen Anschluss, ohne dass Waidbruck dadurch berührt wird", so Durnwalder. Auch diese Möglichkeit werde geprüft und soll in die Verhandlungen mit den Planern einfließen.
Schließlich ging es heute um die Strecke zwischen Waidbruck und Bozen. Auch der Ausbau dieses Abschnitts solle umgehend geplant werden, wenn es nach den Bürgermeistern geht. "Auch wenn wir die Planung sofort angehen, müssen wir den Bau dieses Streckenabschnittes in der Rangordnung wohl etwas nach hinten schieben, weil die Strecke bereits heute großteils im Tunnel geführt wird, die Dringlichkeit also nicht ganz so hoch ist wie bei anderen Abschnitten", so der Landeshauptmann nach dem Treffen.
chr