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Projekt "Kids": Hilfe für 50 Familien mit Kindern mit schweren Behinderungen
(LPA) Einen ersten Erfahrungsaustausch über den Verlauf der "Kids"-Projekte, in deren Rahmen Kinder und Jugendliche mit schweren Beeinträchtigungen ambulant betreut werden, gab es gestern (14. März) in Bozen. In den Projekten des Landesamtes für Menschen mit Behinderung und Zivilinvaliden geht es vor allem darum, die Eltern der Kinder zu entlasten, indem Freizeitaktivitäten, Beratung, sozialpädagogische Begleitung, aber auch medizinische Pflege zu Hause geboten werden.
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Konkret geht es um Unterstützungen für Eltern von Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen. So werden Freizeitaktivitäten und Animation, Beratung, sozialpädagogische Begleitung, aber auch medizinische Betreuung zu Hause geboten. Die Eltern, vor allem die betreuenden Mütter, können dadurch für eine kurze Zeit eigenen Interessen nachgehen, sich erholen oder sich ungestört den anderen Kindern widmen. "Das Sozialwesen hat sich mit dem Projekt 'Kids' des berechtigten Anspruchs der Familien auf ein so 'normales' Leben wie möglich angenommen und bietet konkrete Unterstützung", betonte Soziallandesrat Richard Theiner bei der gestrigen Tagung.
Beeindruckt zeigte sich der Landesrat von den Berichten der betroffenen Mütter Annelies Graf, Brigitte Gartner und Edith Thaler, die ihre Erfahrungen geschildert haben. Hans Mitterhofer, Leiter des Sozialsprengels Bruneck, erläuterte darüber hinaus das Pusterer Pilotprojekt "Kids", das als erstes Projekt dieser Art ins Leben gerufen worden ist und in dessen Rahmen derzeit zehn Familien pflegerisch und vor allem sozialpädagogisch betreut werden. Luciana Fiocca, Direktorin des Landesamtes für Menschen mit Behinderung und Zivilinvaliden, konnte bei der gestrigen Veranstaltung auch gleich eine Zusicherung geben: "Die Kids–Projekte werden weiterhin vom Land unterstützt, da hier Familien konkret und fachlich unterstützt werden", so Fiocca.
chr