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LH Durnwalder nach Südamerika-Reise: "Bevölkerung trägt Projekte mit Begeisterung mit"
(LPA) Ein durchwegs positives Fazit hat Landeshauptmann Luis Durnwalder nach seiner Reise durch Argentinien und Brasilien gezogen. "Die Projekte unserer Entwicklungszusammenarbeit in Südamerika kommen vor allem den am Rande der Gesellschaft lebenden zugute, den Straßenkindern und Analphabeten, den idigenen Völkern und Kleinbauern", so Durnwalder, der sich vor allem erfreut darüber zeigt, dass die Betroffenen die Projekte mit Begeisterung mittragen.
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In Brasilien und Argentinien hat man sich vor allem der gesellschaftlichen Randgruppen angenommen. "In den riesigen Elendsvierteln von Sao Paolo oder Buenos Aires geht es vor allem darum, den Menschen jene Grundfertigkeiten beizubringen, die ein Fortkommen überhaupt erst möglich machen", so Durnwalder. Entsprechend hat man Schulungs- und Alphabetisierungsprojekte unterstützt, Einrichtungen für die Berufsausbildung mitfinanziert und greift den Straßenkindern unter die Arme, indem man sie auf den Wiedereinstieg in die Schulen vorbereitet. "Alle Einrichtungen werden von den Betroffenen angenommen und genutzt", freut sich der Landeshauptmann.
Neben den Elendsvierteln am Rande der großen Metropolen hat das Land auch ein zweites Zielgebiet seiner Entwicklungshilfe ausgemacht: die ländlichen Gebiete, vor allem die Colonia Tirol, eine von Tiroler Auswanderern gegründete Siedlung im brasilianischen Regenwald. "Die Kleinbauern kämpfen hier ums Überleben. Für sie neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen, war unser Ziel", so Durnwalder. Neben der Hilfe beim Anbau heißt dies auch, bessere Vermarktungsstrukturen zu schaffen. "Solche haben wir auch für die Produkte der indigenen Bevölkerung, vor allem der Wichi, unterstützt", erklärt der Landeshauptmann.
Trotz des positiven Fazits bleibt eine weitere Erkenntnis: "Wir werden in den kommenden Jahren die Gelder der Entwicklungszusammenarbeit geographisch stärker konzentrieren und sie nicht mehr derart breit fächern", so der Landeshauptmann. Deshalb wolle man sich in erster Linie der ärmsten Länder der Welt, vor allem jener in Afrika annehmen, so Durnwalder.
chr