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Südtirols Arbeitsmarktpolitik von 2020 – 2024: Licht und Schatten

Arbeitsmarkt-News befasst sich mit Arbeitsmarkt-Zielwerten im Zeitraum 2020-24 – Landesrätin Amhof: "Aufholbedarf bei Erwerbstätigenquote von Frauen und Jugendlichen"

BOZEN (LPA). Im Jahr 2020 hatten sich die Landesregierung und Sozialpartner Südtirols sechs ambitionierte arbeitsmarktpolitische Ziele gesetzt. "Die Analyse zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist, aber es gibt noch Handlungsbedarf. Insbesondere gibt es noch Hürden bei der weiblichen Beschäftigung", bewertet Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof die Ergebnisse.

"Die gesetzten Zielmarken waren gewagt", streicht Stefan Luther, Direktor des Arbeitsmarktservice, hervor. "Allerdings muss Arbeitsmarktpolitik bewertbar sein und es ist für uns unerlässlich zu wissen, ob wir uns in die richtige Richtung bewegen“.

Erreichte und fast erreichte Zielmarken

Zwei Zielmarken wurden zur Gänze erreicht: Die Erwerbstätigenquote der Älteren (55- bis 64-Jährige) liegt mit 70,2 Prozent über der Zielmarke von 70 Prozent. Auch die amtliche Arbeitslosenquote, die angesichts der Corona-Krise unter 6 Prozent sein sollte, konnte mit 2 Prozent mehr als erfüllt werden.

Die allgemeine Erwerbstätigkeitsquote der 20- bis 64-Jährigen verfehlte mit 79,9 Prozent die Zielmarke von 80 Prozent denkbar knapp.

Nicht erreichte Zielmarken: Frauen und Jugendliche

Die Erwerbstätigkeitsquote der Frauen liegt zwar auf dem italienischen Spitzenwert von 74 Prozent, aber unter dem Zielwert von 77 Prozent. "Ein Signal, dass die  Vereinbarkeit nach wie vor schwer fällt", sagt die Landesrätin.

Die Erwerbstätigenquote der Jugendlichen (15- bis 24-Jährige) ist gegenüber 2019 um fast 5 Prozentpunkte auf 33,3 Prozent gesunken und weit von der Zielmarke 42 Prozent entfernt. "Eine mögliche Ursache ist der spätere Einstieg in den Beruf. In Österreich sind etwa 50 Prozent aller Jugendlichen dieser Altersklasse beschäftigt, vermutlich aufgrund der stärkeren Verbreitung des dualen Systems", erklärt Direktor Luther.

In die richtige Richtung

Deutlich verbessert hat sich die Betreuungsrelation in den Arbeitsvermittlungszentren, die von mehr als 1500 auf 830 Arbeitslose pro Vermittler oder Vermittlerin gesunken ist. "Um den angepeilten Zielwert von 250 zu erreichen, müssen wir die Arbeitsvermittlungszentren konsequent weiter stärken", betont Landesrätin Amhof.

Derzeit wird die neue Strategie für den Südtiroler Arbeitsmarkt mit dem Zeithorizont 2030 ausgearbeitet.

Die aktuelle Arbeitsmarkt-News 4/2025 "Arbeitsmarktpolitische Zielwerte 2020 2024: Stand 2024" ist online abrufbar: https://arbeit.provinz.bz.it/de/arbeitsmarkt-news.

red

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