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Strukturfonds / Ziel 3: Begleitausschuss berät über Programme
LPA - Der Begleitausschuss der EU-Projekte Ziel 3 des Landes ist am gestrigen Donnerstag, 17. Juni, und heutigen Freitag, 18. Juni 2004, in der Landesberufsschule für das Gastgewerbe „Savoy“ in Meran zu einer Tagung zusammengekommen. Der Begleitausschuss überwacht die Interventionen des Europäischen Sozialfonds und bewertet die Fortschritte. Bei der Tagung in Meran hat das Gremium hat den Jahresbericht 2003 genehmigt und über Prioritäten der Programme von 2000 bis 2006 beraten.
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Das Gremium hat in Meran den Jahresbericht 2003 gutgeheißen. Insgesamt 302 genehmigte Projekte scheinen im Jahresbericht 2003 auf, den die Dienststelle des Europäischen Sozialfonds (ESF) dem Begleitausschuss Ziel 3 zur Genehmigung vorgelegt hat. Der Bericht wird noch innerhalb Juni der Europäischen Kommission in Brüssel weitergereicht. An den ESF-Kursen haben in den Jahren 2000 bis 2003 insgesamt 73.945 Personen teilgenommen. Der genehmigte Beitrag für diese Kurse macht 149 Millionen Euro aus. Bis 2006 sind 192 Millionen Euro vorgesehen.
Mit Ergänzungen zur Programmplanung hat sich der Begleitausschuss ebenfalls befasst. In der Mitte des Planungszeitraumes 2000 bis 2006 ist eine Anpassung der Planungsdokumente für die Strukturfondsprogramme vorgesehen, um neue Zielsetzungen und Leitlinien einzubeziehen. So soll etwa die Schulreform oder die Arbeitsreform in den Programmen berücksichtigt werden. Die ESF-Dienststelle hat diesen Anpassungsprozess bereits vor einem Jahr eingeleitet. Zahlreiche Vorschläge sind dazu eingegangen. Vorrang haben Programme zur lokalen Entwicklung, zur Chancengleichheit und zur Informationsgesellschaft sowie für die erwachsenen Arbeitsnehmer. Die Anpassung endet mit der Neufassung eines zweiten Planungsdokuments und dessen Genehmigung durch den Begleitausschuss. Anschließend wird die Ausschreibung zur Einreichung neuer ESF-Projekte vorbereitet. Durch die Neuprogrammierung kann das Angebot des ESF erweitert werden.
Die Gesamtbeschäftigungsrate und die Frauenbeschäftigungsrate entsprachen in Südtirol im Jahr 2003 weitgehend den europäischen Zielsetzungen für 2010. Die Beschäftigungsquote von älteren Arbeitsnehmern (zwischen 55 und 64 Jahren) hingegen ist zu niedrig. Es gilt also die Ziel 3–Maßnahmen für diese Zielgruppe zu verstärken.
Wichtig ist außerdem der finanzielle Aspekt: Südtirol soll eine leistungsgebundene Reserve von Seiten der Europäischen Kommission von rund 12 Millionen Euro für die erfolgreiche Umsetzung der ESF-Zielsetzungen bekommen.
Die Ziel 3- Programme werden über die Strukturfonds bezahlt und sollen in erster Linie die Anpassung und Modernisierung der Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungssysteme unterstützen. In Südtirol werden die entsprechenden Projekte von der ESF-Dienststelle in Bozen koordiniert.
Der Durchführungsbericht des ESF für 2003 kann auch im Internet unter www.provinz.bz.it/europa/esf/ eingesehen werden.
SAN
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