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Lr Widmann stellt Verkehrsstudie Pustertal in Bruneck vor

LPA - Die Verkehrsstudie für das Pustertal haben Verkehrslandesrat Thomas Widmann und die Schweizer Verkehrsexperten Willi Hüsler und Hannes Schneebeli heute Vormittag, Freitag, 23. Juli, im Ragenhaus in Bruneck den Bürgermeistern und den Verkehrsassessoren der Pustertaler Gemeinden vorgestellt. "Die Pusterer Studie ist ein erster Schritt zur Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes, durch das wir Mobilität ermöglichen, den Verkehr aber besser gestalten wollen“, so Verkehrslandesrat Thomas Widmann bei der heutigen Vorstellung. Einiges an Vorarbeit sei geleistet worden, so Widmann weiter, der die Berücksichtigung von Verbesserungsvorschlägen in Aussicht stellt und mit ersten Maßnahmen bereits im kommenden Jahr rechnet.

Lr Widmann bei der heutigen Vorstellung der Pustertaler Verkehrsstudie
Die zunehmende Mobilität und die dadurch verursachten Verkehrsprobleme rufen nach Lösungen. Mit Hilfe eines Gesamtkonzepts und einem besonderen Blick auf die Ballungszentren will Verkehrslandesrat Thomas Widmann die Grundlage für solche Lösungen schaffen. Dazu sind vielfältige und landesweite Erhebungen und Untersuchungen notwendig: Die Verkehrsflüsse gilt es ebenso zu erheben, wie die bestehenden Infrasturkturen und die angebotenen öffentlichen Transportmittel. Die entsprechende Untersuchung für das Pustertal, als ersten Teil des Gesamtkonzeptes, haben heute Vormittag Verkehrslandesrat Thomas Widmann und die Schweizer Verkehrsexperten Willi Hüsler und Hannes Schneebeli, die im Auftrag des Landesressorts für Transportwesen die Studie erarbeitet haben, in Bruneck den verantwortlichen Gemeindepolitikern vorgestellt.

Landesrat Thomas Widmann erklärte in seiner Einführung: "Mobilität ist ein Grundbedürfnis, was nicht unterschätzt werden darf, daher müssen verkehrspolitische Entscheidungen mit dem Hintergrund getroffen, dass der Mensch Nutznießer, Verursacher und Betroffener ist. Daher werden wir auch in Zukunft folgende drei Schritte einschlagen: Verkehrsvermeidung auch durch Bewusstseinsbildung, Verkehrsverlagerung (z. B. von der Straße auf die Schiene) und schließlich eine verträgliche Verkehrsabwicklung.“ Bei der Vorstellung ihrer Studie gingen die Verkehrsfachleute von der geografischen Situation und von dem bestehenden öffentlichen Verkehrsangebot und der Verkehrssituation aus. Derzeit wird das Tal zwischen Brixen bzw. Franzensfeste und Winnebach durch eine Bahnlinie und eine parallele Regionalbuslinie bedient. Beide Teilsysteme des öffentlichen Verkehrs werden zur Zeit nur ansatzweise koordiniert und stellen teilweise einen konkurrierenden Parallelverkehr dar. Daher wird von der Studie ein integriertes Bedienungskonzept für Bus und Bahn als primäres Ziel vorgegeben. Dadurch könnten die Zahl der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel angehoben und die Dienstleitung im öffentlichen Verkehr verbessert werden. Außerdem spreche der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit dafür.

Die Schweizer Verkehrsexperten hoben die Notwenigkeit der zeitlichen Abstimmung von Bus und Bahn hervor. Nur wenn die Symmetrieachsen beider Verkehrsmittel auf der selben Zeitachse lägen, sei es möglich, gleiche Übergangszeiten beim Übergang von Bus zu Bus und besonders von Bus zu Bahn in allen Richtungen zu ermöglichen. Anzustreben sei in der ersten Phase der Einstundentakt von Bus und Bahn, die Zeitlagen der Busse müssten mit denen der Bahn abgestimmt werden, wodurch sich in etwa ein Halbstundentakt ergäbe. „Dadurch können die Parallelfahrten von Bus und Bahn vermieden und synergetisch zu einer Angebotsverdichtung genutzt werden“, so Hüsler, der als Endziel den Halbstundentakt der Bahn und der Busse als Zubringerdienste aus den Tälern im Auge hat.

Ein besonderes Augenmerk galt auch den Schi- und Touristenfahrten. Vorgeschlagen wird, die Touristenbusse ins öffentliche einzubauen, die Anbindungen an die Wintersportereignisse zu verbessern und vor allem in der Umsetzungstrategie kurz, mittel und langfristig zu planen. „Die Studie ist ein Grundgerüst“, betonte Verkehrslandesrat Widmann abschließend, „sie soll nun von einer Fachleutekommission den Interessensvertretern der einzelnen Gemeinden vorgestellt werden, wobei die Möglichkeit besteht, Verbesserungsvorschläge einzubringen. Im kommenden Frühjahr soll dann das endgültige Projekt vorliegen.“ Somit könnten erste Maßnahmen bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden.

jw

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