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Frischmilch: Etikett muss nun auch Herkunft ausweisen

(LPA) Mit dem kommenden Jahr wird die Etikettierung von Frischmilch neu geregelt. Um heimische von Importmilch zu unterscheiden, wird das Etikett die Herkunft der Milch ausweisen. Dieses Mehr an Transparenz wird – zum Glück für die Bauern – kein Mehr an Bürokratie mit sich bringen. Trotz ungünstiger Vorzeichen.

"Ursprünglich wollte das Ministerium die neue Etikettierungsregelung mit einer Reihe von bürokratischen Auflagen für die Bauern und die Milchhöfe verbinden", erklärt dazu Landwirtschafts-Landesrat Hans Berger. Im ersten Dekretentwurf war demnach vorgesehen, dass die Bauern eine umfangreiche Betriebsbeschreibung ebenso liefern sollten, wie eine detaillierte Aufstellung der Weidezeiten und –orte sowie ein Verzeichnis der Futtermittel und deren Herkunft. "Die Bauern hätten sogar bei selbst produzierten Futtermitteln angeben müssen, wo und wann diese geerntet worden sind", so Berger.

Diesen bürokratischen Mehraufwand hat man nun allerdings abwenden können. So haben sich die Landwirtschafts-Referenten der Regionen heute (4. November) mit dem Ministerium darauf verständigt, dass auch in Zukunft solche Verzeichnisse nicht zu führen sind. Übrig geblieben ist lediglich die Pflicht, Buch darüber zu führen wann der Bauer welche Menge an Milch an wen verkauft hat. "Diese Daten werden bei uns ohnehin bereits im Rahmen der Milchkontingentierung von den Milchhöfen erhoben, weshalb die Milchbauern hier keinen zusätzlichen Papierkram zu erledigen haben", so der Landesrat.

Die heute abgesegnete Neuregelung der Milchetikettierung sieht Landesrat Berger durchaus positiv. "Der Pluspunkt ist, dass die Konsumenten nun klar ersehen können, aus welcher Region die Milch stammt, die sie kaufen", so Berger. Bisher war es Usus, dass auch Importmilch im ganzen Staatsgebiet als italienische Milch unter die Leute gebracht worden ist. "Für die Importmilch gilt in Zukunft die Pflicht, das Herkunftsland auf dem Etikett auszuweisen", so Berger.

Die Regelung der Rückverfolgbarkeit auf dem Etikett geht für heimische Milch sogar noch weiter. "Für in Italien produzierte Milch muss auf dem Etikett auch die Herkunftsprovinz der Milch angegeben werden", so der Landesrat. Wer will kann sogar die Herkunftsgemeinde anführen, doch dürfte dies in den meisten Fällen logistisch schwierig sein. "Für uns genügt aber schon das Anführen der Herkunftsprovinz, denn so kann sich die Südtiroler Milch von importierter Ware klar abheben", so der Landesrat.

"Die Regelung liegt auf dem von uns immer wieder geforderten Weg, in Sachen Herkunft landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit gänzlich offenen Karten zu spielen", so Berger, der überzeugt ist, dass darin gerade für Südtiroler Qualitätsprodukte eine Chance liegt. "Schließlich schaffen wir es so, das positive Image unseres Landes auch auf unsere landwirtschaftlichen Produkte zu übertragen", so Landesrat Hans Berger abschließend.

chr

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