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LH Durnwalder in Kärnten: Gespräche über Verkehr, Wirtschaft und Minderheiten

LPA - Landeshauptmann Luis Durnwalder ist seit Donnerstag, 18. November 2004, in Klagenfurt in Kärnten zu Gast. Am Donnerstag standen Treffen mit den Vertretern der Wirtschaft und der slowenischen Minderheit auf dem Programm. Landeshauptmann Durnwalder hat am heutigen Freitagvormittag das Amt der Kärntner Landesregierung besucht. Dort wurde er vom Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider und dem Regierungskollegium empfangen. Im Zentrum der Gespräche Durnwalders mit den Landesvertretern Kärntens standen die Zusammenarbeit der beiden Länder sowie der Verkehr, die Wirtschaft und der Minderheitenschutz.

Über Möglichkeiten zur Zusammenarbeit hat Landeshauptmann Durnwalder bei seinem Treffen mit seinem Amtskollegen Haider und den Regierungsvertretern Kärntens gesprochen. Ein wichtiges Gesprächsthema war auch der Verkehr. Dabei ging es um die Weiterführung der Pustertaler Straße bis nach Kärnten. Die Schnellstraße Allemagna lehnen Durnwalder und Haider ab. Verbessert werden sollte hingegen der Verkehr der Korridorzüge über das Pustertal und Kärnten nach Wien und der Bahnverkehr im Allgemeinen, war man sich einig. Zu vervollständigen sei auch das Radwegenetz, das bis nach Friaul-Julisch-Venetien reichen sollte und das die betroffenen Länder dann gemeinsam touristisch vermarkten könnten. Was die Zusammenarbeit in Sachen Tourismus anbelangt, haben Durnwalder und Haider sich dafür ausgesprochen, eine Gesprächsgruppe einzusetzen, die sich in regelmäßigen Abständen zum Austausch trifft und an der sich in einem nächsten Schritt auch die Länder Tirol und Friaul-Julisch- Venetien beteiligen können.
Die Wirtschaft in Kärnten ist der Südtiroler Wirtschaft sehr ähnlich. Das Bruttoinlandsprodukt ist ungefähr gleich hoch. Die Kärntner Wirtschaftsvertreter haben Interesse daran, besser mit Südtirol zusammenzuarbeiten. In diesem Sinne soll der Wirtschaftsstandort Kärnten im kommenden Jahr in Südtirol präsentiert werden. Gelobt haben die Kärntner auch das Südtiroler Modell der Wirtschaftspolitik. Auch die Nahversorgung in Südtirol sei für Kärnten beispielhaft.
Das Land Südtirol pflegt seit langem gute Kontakte zu den slowenischen Minderheiten in Kärnten. Landeshauptmann Durnwalder hat deshalb auch die Gelegenheit genutzt mit seinem Kärntner Amtskollegen über dieses Thema zu sprechen. Der Minderheitenschutz müsse ernst genommen werden, so Durnwalder. Den Schwächern kulturelle Entfaltungsmöglichkeiten zu geben und sie in Politik und Verwaltung einzubinden, könne eine Bereicherung für ein Land sein, sagte Landeshauptmann Durnwalder.
Zur Sprache kamen auch die Entwicklung der Europäischen Union insbesondere die EU-Osterweiterung sowie die Rolle der Regionen in der EU und ihre Zusammenarbeit untereinander. Wie Landeshauptmann Durnwalder sitzt auch Landeshauptmann Haider im Ausschuss der Regionen.
Durnwalder hat heute außerdem an der Eröffnung der Messe „Familie und Brauchtum“ teilgenommen. Am Nachmittag wird er noch einige Unternehmen besichtigen und am Abend nach Südtirol zurückkehren.

SAN

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