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Rinder, Ziegen, Schafe: Infos übers Bürgernetz
(LPA) Einen neuen Service bietet die Landesabteilung Landwirtschaft im Südtiroler Bürgernetz. Mit nichts weiter als der Nummer der Ohrmarke können in Zukunft übers Netz alle notwendigen Informationen zu Rindern, Schafen oder Ziegen eingeholt werden. "Der Service ist vor allem im Vorfeld von Versteigerung und Verkäufen nützlich, da damit schnell und unbürokratisch überprüft werden kann, ob die Tiere regelkonform gemeldet sind", so Landesrat Hans Berger. Und zwar kostenlos.
Haupt-Zielgruppe sind damit die Vereinigung und Verbände, die Viehversteigerungen durchführen und verpflichtet sind, dafür zu sorgen, dass alle versteigerten Tiere ordnungsgemäß gemeldet und in der Viehdatenbank des Landestierärztlichen Dienstes eingetragen sind. Bisher lief diese Kontrolle über den Landestierärztlichen Dienst, an den sich die Versteigerer bzw. Verkäufer wenden mussten."Mit dem neuen Service im Bürgernetz kann dieses umständliche Prozedere vermieden und ein direkter, kostenloser und zeitsparender Weg eingeschlagen werden", erklärt Berger. "Es genügt, die Identifizierungs-Nummer der Ohrmarke auf der entsprechenden Webseite der Abteilung Landwirtschaft einzugeben, und so die zentralen Informationen zum Tier abzufragen", erklärt Berger.
Allein mit dem Identifizierungscode der Ohrmarke können so Viehart, Rasse, Geschlecht und Geburtsdatum eruiert werden. Darüber hinaus erscheinen auch alle Informationen zum Betrieb, aus dem das Tier stammt, also etwa die Gemeinde, in der der Herkunftsbetrieb steht, der Betriebscode und der Name des Betriebsleiters.
Neben dem Service für die Vereinigungen und Verbände ist die neue schnelle Verbindung zur Viehdatenbank auch für Bauern von Interesse. Sie können überprüfen, inwieweit die Daten in der Viehdatenbank auch der aktuellen Situation in ihren Ställen entspricht und – sollten sie Abweichungen feststellen – dies dem zuständigen Amtstierarzt mitteilen.
Noch eine dritte Funktion erfüllt der Link mit der zentralen Viehdatenbank. "Unsere Kontrollorgane haben so die Möglichkeit, schnell und unbürokratisch auf den Besitzer eines Tieres zu schließen", erklärt Landesrat Berger. Bisher konnten diese Informationen nur über einen direkten Zugang zur Viehdatenbank über den Landestierärztlichen Dienst abgefragt werden.
Schließlich wäre der Link auch ein erster Schritt in einem möglichen Programm zur Rückverfolgbarkeit von Fleisch. "Auch dem Konsumenten wäre es so möglich, anhand der Ohrmarke, die bereits heute in einigen Metzgereien angegeben wird, auf die Herkunft des Tieres schließen zu können", so Berger.
Der neue Webservice, der vom Landestierärztliche Dienst der Abteilung Landwirtschaft gemeinsam mit dem Landesamt für technisch-wirtschaftliche Informatik und der Südtiroler Informatik AG erarbeitet worden ist, steht allen Interessierten kostenlos im Südtiroler Bürgernetz zur Verfügung, und zwar unter der Adresse www.provinz.bz.it/landwirtschaft/cowfinder/cowfinder_search_d.aspx.
chr