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LH Durnwalder in Rumänien: "Projekte von Bevölkerung begeistert mitgetragen"
(LPA) Die vom Land Südtirol und der Region finanzierten Hilfsprojekte in Rumänien stoßen auf breite Zustimmung der Bevölkerung. "Wir konnten uns davon überzeugen, dass die Projekte von den Menschen mit großem Engagement mitgetragen werden", erklärt Landeshauptmann Luis Durnwalder, der seit Montag Abend in Rumänien ist.
Eine ganze Reihe verschiedener Hilfsprojekte hat der Landeshauptmann in den vergangenen Tagen gemeinsam mit Abteilungsdirektor Karl Rainer, Chiara Rabini, Mitarbeiterin im für die Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Landesamt für Kabinettsangelegenheiten, und Vertretern Südtiroler Hilfsorganisationen in ganz Rumänien unter die Lupe genommen. Sein Fazit: "Unsere Mittel sind hier hervorragend investiert. Alle Projekte tragen bereits Früchte, auch weil sie von der Bevölkerung mit großem Einsatz vorangetrieben werden", so Durnwalder.Den ersten Lokalaugenschein hat der Landeshauptmann am Dienstag in Giurgiu an der bulgarischen Grenze durchgeführt. Dort hat das Land in Zusammenarbeit mit dem römischen Außenministerium ein Waisenheim errichtet. Allerdings unterscheidet sich dieses Heim von den bisher üblichen zentralen Aufnahmestätten für Waisenkinder. "Wir setzen hier auf kleinere, menschlichere Betreuungsstrukturen, in denen die Waisenkinder von Pädagogen und Betreuern begleitet werden", so Durnwalder.
Am Mittwoch war Temeswar Ziel der Südtiroler Delegation. Hier hat die Region ein Nachtasyl für Obdachlose mitfinanziert, das den Bedürftigen ein Dach über dem Kopf und zwei warme Mahlzeiten täglich bietet. Das Land hat in Temeswar in die Ausstattung der hämatologischen Abteilung eines Kinderkrankenhauses investiert. Ganz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe: "Auch diese Struktur hat sich dank des Einsatzes und des Engagements der Mitarbeiter erfolgreich entwickelt und ist mittlerweile zum Bezugspunkt für nahezu den gesamten nordwestlichen Teil Rumäniens geworden", erklärt der Landeshauptmann.
Ein weiteres Gesundheitsprojekt treibt das Land in Buzias voran. Hier konnte sich Durnwalder davon überzeugen, wie notwendig das dortige Kinderkrankenhaus die mitfinanzierte Reha-Abteilung braucht. "Die Ärzte haben uns versichert, dass der Aufenthalt in der Reha-Abteilung den kleinen Patienten enorm gut tut und sie sich entsprechend schneller erholen können", so der Landeshauptmann.
Auf dem Besuchsprogramm Durnwalders stand darüber hinaus eine mit Mitteln des Landes finanzierte Getreidemühle in Bacova. Sie ist Teil einer von der Caritas geleiteten Jugendfarm, an die auch ein Betrieb zur Herstellung von Nudeln angeschlossen ist, in den auch Mittel der Region geflossen sind. Auch dieses Projekt trägt Früchte und fügt sich in das Netz das Hilfsprojekte ein.
Letzter Punkt auf dem Programm der Südtiroler Delegation ist der Besuch des rumänischen Dorf Tirol, das Anfang des 19. Jahrhunderts von Tiroler Aussiedlern errichtet worden ist. Hier hat das Land den Bau eines Bildungshauses unterstützt. "Das Haus ist für die Gemeinschaft hier sehr wichtig, auch weil die gesellschaftliche Situation problematisch ist", so Durnwalder: fehlende Arbeitsmöglichkeiten, Abwanderung und mangelnde Absatzmärkte für landwirtschaftliche Produkte machen den rumänischen Tirolern zu schaffen.
Insgesamt zieht Landeshauptmann Durnwalder aber eine positive Bilanz über die in Rumänien unterstützten Projekte. Eine Bilanz, die auch der italienische Botschafter in Rumänien, Stefano Ronca, bei einer Aussprache mit Durnwalder bestätigt. "Der Botschafter hat sich nicht nur über die in Rumänien finanzierten Projekte lobend geäußert, sondern war von unserer Entwicklungszusammenarbeit und unserem System der Diplomatie im Kleinen überaus angetan", so der Landeshauptmann.
chr