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LR Mussner bespricht Vergabe öffentlicher Arbeiten mit Baukollegium

LPA - Über die Kriterien für den Zuschlag bei öffentlichen Arbeiten hat Bautenlandesrat Florian Mussner vor einigen Tagen mit den Vertretern des Kollegiums der Bauunternehmer Rainer Gasser und Josef Negri in bozen beraten. Letzthin hatte das Land versucht bei öffentlichen Aufträgen nicht nur den Preis, sondern auch die Qualität der Arbeiten zu bewerten. Die Prüfstelle für öffentliche Arbeiten in Rom hat dies nun beanstandet und fordert, nur den Preis zu bewerten. Mussner hat sich mit den Vertretern des Baukollegiums auf einen Kompromiss geeinigt, der in Kürze der Prüfstelle unterbreitet wird.

LR Mussner, Ressortdirektor March, Amtsdirektor Tengler, Baukollegiumspräsident Gasser und Baukollegiumsdirektor Negri (FOTO:LPA)
Sowohl das Land als auch das Baukollegium waren mit der letzthin gültigen Bewertung der Angebote bei öffentlichen Ausschreibungen zufrieden. „Wir haben nicht nur den Preis, sondern verstärkt die Qualität der Arbeiten und auch die Referenzen der Unternehmen berücksichtigt“, erklärt Mussner. Es habe einen wesentlichen Qualitätssprung gegeben und außerdem seien fast 80 Prozent einheimische Betriebe zum Zuge gekommen, so die Vertreter des Baukollegiums, dem sämtliche Unternehmen des Bausektors und verwandter Sektoren angeschlossen sind.
Die Prüfstelle für öffentliche Arbeiten hat den Südtiroler Modus der Vergabe jedoch beanstandet. Der Kostenindizes solle laut Prüfstelle wesentlich gesteigert werden, erklärt Ressortdirektor Josef March, der ebenfalls am Gespräch teilnahm. Die Prüfstelle möchte also, dass bei der Vergabe von öffentlichen Arbeiten bei der Auswahl nur der Preis ausschlaggebend ist. Das billigste Angebot bekommt in diesem Fall die höchste Punktezahl. Das höchste Angebot bekäme dann keine Punkte.
„In diesem Fall würde nur mehr der Preis zählen und die Qualität nicht, das wollen wir in Südtirol aber nicht, da wir durch die bisherige Vergabeform mehr Qualität bei den öffentlichen Bauten erzielt haben und viele Aufträge an einheimische Unternehmen gingen“, unterstreicht Bautenlandesrat Mussner.
Gemeinsam mit den Vertretern des Baukollegiums haben sich Landesrat Mussner, March und der Direktor des Landesamtes für Bauaufträge, Georg Tengler, nun grundsätzlich auf einen Modus geeinigt, der zum Teil den Weisungen der Prüfstelle entspricht, aber die Qualität nicht außer acht lässt. Nun müssen noch einige Details abgeklärt werden, dann wird die Südtiroler „Kompromisslösung“ für die Vergabe von öffentlichen Arbeiten der Prüfstelle in der italienischen Hauptstadt weitergeleitet.

SAN

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