Kulturgüter in Südtirol

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Henkeltopf

Henkeltopf mit Ausguss, hohe bauchige Form; Hafen.
Irdenware.
Herkunft unbekannt.
19.–Mitte 20. Jh.

Form:
Flacher Boden; mit einer Rille abgesetzter, ansteigender Fuß; hoher ellipsoider Bauch; steil ansteigende Halszone; ausladender, außen verstärkter Rand mit gerundetem Randabschluss; gedrückter und gezogener Ausguss.
Gegenüberliegend randständiger, vertikaler Bandhenkel (Ø flach D-förmig), oberhalb des Maximaldurchmessers verstrichen, mit Fingerdruckmulde.
Flacher Spiegel; kantig abgesetzte Wandung.
Dekor:
Auf der Schulter umlaufend eine bis zwei Rillen.
Cremeweiße Engobe über Innenflächen und Rand; gelbliche transparente Glasur auf den Innenflächen (Farbeindruck Beige-Pastellgelb RAL 1001-1034), dunkelbraune Glasur auf den Außenflächen außer am Boden (Farbeindruck Schwarzbraun RAL 8022).
Ziegelroter Scherben.

Raue Innenflächen.
Dunkle Glasurspuren am Boden.
Wachsiger transparenter Belag am Rand und auf den Außenflächen, die braune Glasur wirkt matt.

Bemerkungen:
Das verwendete Farbschema – innen gelbe, außen braune Glasur – erinnert an die Niederbayerische (Kröning, Binatal) Keramik. Die Glasur wird dort aber normalerweise direkt auf den Scherben, nicht über einer Engobe aufgetragen. Die Gefäßform und die an der Schulter umlaufenden Rillen sind typisch für die Pustertaler Häfen, unüblich sind der Henkelansatz und die Randgestaltung.
Ankauf 1998 aus Privatbesitz, Sand in Taufers.

Farbangaben (Näherungswerte): RAL-Tabelle RAL K7 classic, Ausgabe 2010.

Objektbezeichnung:
Henkeltopf
Inventarnummer:
C/1372
Sammlung:
Keramik
Datierung:
1800 - 1950
Material:
Irdenware
Technik:
glasiert, gebrannt (oxidierend)
Institution:
Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde
Maße:
Höhe 105 mm, Rand Durchmesser 88 mm, Bauch Durchmesser 94 mm, Boden Durchmesser 62 mm, Dmax. Höhe 48 mm, Breite 117 mm, Gewicht 209 g, Volumen 400 ml

 

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