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Gleichstellungsaktionsplan geht auf Südtirol-Tour

Die Landesregierung hat dem Tätigkeitsprogramm des Landesbeirates für Chancengleichheit zugestimmt. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf der Bekanntmachung des Gleichstellungsaktionsplanes.

Seit April ist der neu besetzte Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen aktiv, einer seiner ersten Arbeitsschwerpunkte war die Erarbeitung des Tätigkeitsprogrammes. Dieses wurde heute (11. Juni) auf Vorschlag des zuständigen Landesrates, Landeshauptmann Arno Kompatscher von der Landesregierung gutgeheißen. 

Im Anschluss an die Regierungssitzung stellten Landeshauptmannstellvertreterin Rosmarie Pamer gemeinsam mit der Beiratsvorsitzenden Ulrike Oberhammer und deren Vize Nadia Mazzardis die wesentlichsten Schwerpunkte vor. "Wir wollen Frauen informieren, weiterbilden und vernetzen", unterstrich Oberhammer. Dies erfolge anhand der drei Arbeitsschwerpunkte zur politischen Gleichstellung und Förderung der politischen Vertretung von Frauen, zur Förderung der gemeinsamen Elternschaft und zur Sichtbarmachung von Frauen bei öffentlichen Veranstaltungen und in Medien. Landeshauptmannstellvertreterin Pamer ergänzte: "Wir sind gemeinsam unterwegs zu mehr Gleichberechtigung."

Im Herbst 2023 war der erste Südtiroler Gleichstellungsaktionsplan Æquitas nach einem intensiven, partizipativen Erarbeitungsprozess vorgestellt worden. Darin werden Maßnahmen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen aufgelistet, mit denen die Gleichstellung in Südtirol vorangebracht werden soll. 

Das laufende Jahr 2024 möchten die Mitglieder des Landesbeirates vor allem dazu nutzen, den Plan bekannt zu machen und erste Handlungsfelder anzugehen. Neben einer Informationskampagne und einer Infotour durch Südtirols Bezirke ist darum vorgesehen, eine Expertinnen-Datenbank einzurichten. Diese soll zu unterschiedlichen Themen eine Auflistung von Fachfrauen beinhalten, die als Referentinnen für Tagungen, Interviews oder Diskussionsrunden angefragt werden können. Es gehe hierbei vor allem um Sichtbarkeit, denn die Fachkompetenz der Frauen sei bereits vorhanden, erklärte Präsidentin Oberhammer. Geplant sei zudem der Beitritt zur Initiative "No Women No Panel" (LPA hat berichtet).

Abgesehen vom Schwerpunkt zum Gleichstellungsaktionsplan umfasst das Programm des Landesbeirates die bereits bewährten Initiativen wie der Tag der Chancengleichheit (16. September),die Frauenakademie (mit Lehrgängen für angehende Verwaltungsrätinnen und erstmals, im Hinblick auf die Gemeindewahlen 2025, ein Lehrgang für Frauen in der Gemeindepolitik), das Magazin "Ëres" oder der Rechtsinformationsdienst. Zudem werden Frauenprojekte und wissenschaftliche Arbeiten zur Chancengleichheit finanziell unterstützt.


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LPA/ck