Pressemitteilungen
Winterspiele: Überwachung und Koordination der Mobilität entscheidend
Landesstraße ins Pustertal aufgrund der Anreise zu Olympia-Bewerben zeitweise überlastet, ständige Überwachung und betriebliche Koordination zeigen positive Ergebnisse - Positive Bilanz für Bahnlinie
RASEN-ANTHOLZ (LPA). Die Südtirol Arena in Antholz ist derzeit Ziel vieler Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Weg dorthin erfolgt über die Landesstraße SP 44, die in beiden Richtungen nur einspurig befahrbar ist. Dies macht eine ständige Überwachung der Verkehrssituation und die Koordinierung unterschiedlicher Maßnahmen und Stellen erforderlich, um einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss sicherstellen zu können. Staus können während der Anfahrtsspitzenzeiten zu den Bewerben allerdings leider nicht immer vermieden werden.
Die Daten des Straßendienstes zeigen, dass die Verkehrsbelastung derzeit hoch, aber mit anderen Tagen vergleichbar ist: So wurden am 3. Jänner (einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele) 25.334 Fahrzeuge auf der Pustertaler Straße gezählt. Am Sonntag, 8. Februar (an dem in Antholz zwei Bewerbe stattfanden und dementsprechend viele Zuschauende zu den Bewerben anreisten) wurden 22.840 Fahrzeuge gezählt. Insgesamt stehen diese Zahlen der Wettbewerbstage im Einklang mit anderen Wintertagen, aktuell werden sogar rund 2500 Fahrzeuge weniger gezählt als zu den Rekordtagen am Jahresanfang.
Die Daten zeigen zudem zeitliche Konzentrationen auf: So war am Sonntag, 8. Februar der Verkehrsfluss in der Zeit von 9 bis 12 Uhr von Niedervintl in Richtung Toblach in etwa gleich hoch wie am selben Tag von 17 bis 19 Uhr in Richtung Brixen. Technisch gesehen kann die Straße in diesem Abschnitt nicht mehr Fahrzeuge aufnehmen, ohne dass es zur Überlastung kommt. "Wir beobachten besonders die Verkehrsspitzen, sprich am Morgen und frühen Vormittag die Strecke in Richtung Toblach, am späten Nachmittag dann jene in Richtung Brixen. In Ortschaften wie Niedervintl stoßen wir zu den Spitzenzeiten mit 1100 Fahrzeugen pro Stunde und Fahrbahn an die technischen Kapazitätsgrenzen einer zweispurigen Straße. Wenn diese Sättigungsgrenze erreicht ist, gilt es Zeitfenster gut zu verwalten, Verkehrsströme zu verteilen und damit die Sicherheit im Straßenverkehr weiter zu gewährleisten", sagt Philipp Sicher, Direktor der Landesabteilung Straßendienst.
In einigen Zeitabschnitten war der Verkehrsfluss auf der Pustertaler Straße in den vergangenen Tagen gesättigt. "Die Daten zeigen jedoch, dass das Gesamtaufkommen im Einklang mit vergleichbaren Tagen ist. Der Hauptunterschied derzeit besteht darin, dass sich die Verkehrsströme auf bestimmte Zeitphasen konzentrieren. Deshalb beobachten wir die Situation kontinuierlich und stehen im ständigen Austausch mit allen zuständigen Stellen, um bei Bedarf möglichst schnell eingreifen zu können", betont Martin Vallazza, Direktor des Ressorts Infrastrukturen und Mobilität.
Zu den Partnern zählen auch die Betreiber des Schienennetzes: Von den mehr als 400 Zügen, die seit dem 8. Februar durch das Pustertal fuhren, fielen weniger als 1 Prozent aus. Trotz des hohen Passagieraufkommens blieb der Schienenverkehr innerhalb der vorgegebenen Parameter. "Dies ist eine erste positive Bilanz für die Schiene, die im Pustertal gut funktioniert. Dies basiert auf der Zusammenarbeit aller beteiligten Strukturen und Stellen, weil damit die Parkplatzsituation, die Fahrgastströme und die Mobilität als Ganze gut gehandhabt wird. Denn Teamwork ist entscheidend, um auch an verkehrsreichen Tagen Ordnung, Sicherheit und überschaubare Fahrzeiten gewährleisten zu können", sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.
LPA/red/ck


