Familienbeirat befasst sich mit Kinderbetreuung

Landesrätin Pamer berichtet über aktuelle Themen für Familien – Vorstellung der Neuerungen bei Kriterien in den Kleinkindbetreuungsdiensten

BOZEN (LPA). In der jüngsten Sitzung des Familienbeirates ist die Kinderbetreuung im Mittelpunkt gestanden: Familienlandesrätin Rosmarie Pamer, Vorsitzende des Gremiums, berichtete, dass im Bereich der Sommer- und Ferienbetreuung Überarbeitungen, unter anderem eine Vereinfachung der Finanzierungskriterien, angedacht seien. Die Familienagentur geht aufgrund der eingegangenen Anzahl von Finanzierungsansuchen davon ausgeht, dass es bei der Sommerbetreuung 2025 keinen Rückgang der Projekte gebe, informierte Pamer. 

Gesprochen wurde auch über den Beschluss der Landesregierung, mit dem in strukturschwachen Gemeinden die Einrichtung von Spielgruppen unter erleichterten Bedingungen und deren Förderung mit Landesbeiträgen ermöglicht wird (LPA hat berichtet). "Dies betrifft lediglich Prettau, Altrei, Laurein, Kuens, Proveis und Waidbruck. In diesen Gemeinden gibt es Betreuungsbedarf, es werden aber zu wenig Geburten gezählt, um eine Kindertagesstätte einzurichten", erklärte Pamer, die ebenso unterstrich, dass der Ausbau der Kleinkindbetreuung im Land massiv weitergehe: "In Bezug auf die Wartelisten in der Kleinkindbetreuung werden wir mit dem Gemeindenverband zusammenarbeiten, um die effektiven Zahlen zu erhalten. Dann können wir zielgerichtete Maßnahmen treffen."

Vorgestellt wurden zudem die wesentlichen Änderungen bei den Qualitätsstandards für das frühpädagogische Handeln in den Kleinkindbetreuungsdiensten (Kinderhorte, Kitas und Tagesmütter- bzw. -väterdienste). Diese sind in einem breit angelegten Konsultationsprozess mit den Trägerorganisationen erarbeitet worden und werden demnächst von der Landesregierung beschlossen. Neu ist unter anderem, dass die allgemeinen Bestimmungen für die drei Diensttypen zusammengefasst wurden, die Gruppengröße mit 15 Kindern festgelegt und die Arbeit der Pädagoginnen klar definiert wurde. Den Diensten wird außerdem ein Vertrauensvorschuss gewährt gewährt, indem die Akkreditierung nur noch alle vier Jahre (bisher alle drei Jahre) durchgeführt wird.

Geändert werden auch die Finanzierungskriterien für die Kitas und der Tagesmütter- bzw. -väterdienste. Den Mitgliedern des Beirates wurde ein Grobkonzepts vorgestellt, die Vorschläge werden nun mit den Trägern diskutiert.

Weiters wurde die Vertretung des Familienbeirates im neuen audit-Rat familieundberuf ernannt: Zum Vollmitglied wurde Heidrun Goller bestimmt, zu ihrer Vertreterin Christa Ladurner. 

Der Familienbeirat kommt Ende Mai zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

red/ck