Wildbachverbauung verstärkt Schutz vor Murgängen am Tscheinerbach
Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd in der Agentur für Bevölkerungsschutz errichtet neue Rückhaltesperre im Tscheinerbach zwischen Karerpass und Nigerpass in der Gemeinde Welschnofen
WELSCHNOFEN (LPA). "Nach den jüngsten heftigen Unwettern haben sich die Rückhaltebauwerke für Geschiebe als wirksam erwiesen und leisten einen konkreten Beitrag zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Schutzsystems gegen Naturgefahren", unterstreicht der Direktor des Funktionsbereichs Wildbachverbauung Fabio De Polo. Nun kommt zu den bereits bestehenden Schutzbauwerken in Südtirols Wildbächen ein weiteres hinzu.
"Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd in der Agentur für Bevölkerungsschutz beginnt in rund einem Monat mit dem Bau einer neuen Rückhaltesperre im Tscheinerbach zwischen Karerpass und Nigerpass in der Gemeinde Welschnofen", berichtet Bauleiter Hansjörg Prugg: "Die Errichtung dieser neuen Sperre ist notwendig, weil sich bei mehreren Unwetterereignissen gezeigt hat, welch große Mengen an Geschiebematerial im Tscheinerbach mobilisiert werden. Durch die neue Rückhaltesperre wird der Schutz vor Murgängen erhöht."
Die Gruppe mit Vorarbeiter Roland Obertegger wird die neue Rückhaltesperre mit einem Fassungsvermögen von circa 35.000 Kubikmetern unterhalb der bestehenden Rückhaltesperre errichten; das neue Bauwerk wird etwa acht Meter hoch, investiert werden 1,2 Millionen Euro.
Der nahegelegene Wanderweg wird während der Bauarbeiten provisorisch und im Anschluss daran definitiv verlegt, er bleibt während der Arbeiten immer offen. Die Arbeiten beginnen in circa vier Wochen und werden das ganze Jahr über anhalten.
mac


